weitere Rundgänge
Anregungen für weitere Rundgänge.
Rundgang im Ortsteil Callnberg:
Das Callnberger Rathaus.Der Ausgangspunkt für diesen Rundgang ist die "Große Brücke". Der Weg führt die Innere Zwickauer Straße entlang bis zur "Kreuzleithe", deren Verlauf weiter verfolgt wird. Am Kreuzleithenbach stand einst eine von sieben Lichtensteiner Mühlen. Diese gehörte zum Gasthof "Weißes Roß". Der Bach erhält seinen Zufluss aus den Teichen an der Äußeren Zwickauer Straße. Die "Kreuzleithe", die ehemalige Grenze zwischen Lichtenstein und Callnberg, wurde bereits im Jahre 1580 erwähnt. Der Name deutet auf Leithe = Abgang hin. Vermutlich stand hier ein Kreuz, das an Kämpfe um den Erhalt der Reichsunmittelbarkeit der Herrschaft Schönburg erinnerte. Die "Kreuzleithe" mündet in die Poststraße. Links voraus wird die Lutherkirche sichtbar, rechts das Rathaus, das 1910/11 erbaut wurde. Von der Kirche links gelangt man nach wenigen Schritten auf den Lutherplatz zur Lutherlinde vor dem Pfarrhaus. Damit steht man unmittelbar vor dem Eingang zum Gymnasium "Prof. Dr. Max Schneider". Es trägt den Namen eines berühmten Sohnes der Stadt Callnberg. Prof. Dr. Max Schneider wurde durch seine wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Gebiet der Zoologie und als Zoodirektor des Leipziger Zoos durch seine Löwenzucht weltberühmt. Das Gymnasium "Prof. Dr. Max Schneider". Auf dem Gelände des Gymnasiums befand sich früher ein Bauerngut, bis 1834 eine Schrot- und Malzmühle. Im Jahre 1856 erwarb der Fürst Otto Viktor von Schönburg-Waldenburg diese Gelände mit den hufeisenförmigen Gebäuden zur Unterbringung eines Lehrerinnenseminars. Dieses vom Fürsten gestiftete Seminar existierte bis 1928. Aber bereits 1924 wurden hier die ersten Schüler zur Hochschulreife geführt. Aus dem Seminar wurde im Rahmen der Bildungsreform in der Zeit der Weimarer Republik eine "Deutsche Oberschule" gebildet. Der Weg führt weiter durch die Seminargasse, über den Seminarplatz zum Neumarkt. Hier erkennt man ganz deutlich, dass Callnberg 500 Jahre jünger als Lichtenstein ist. 1708, in der Epoche des Barocks erbaut, weist Callnberg typische Merkmale einer Stadtanlage dieser Zeit auf: parallel verlaufende Straßen, die zum Marktplatz führen, durch rechtwinklig kreuzende Straßen, die der Bebauung eine Ebenmäßigkeit aufzwingen und ein einheitliches und übersichtliches Stadtbild schaffen. Die Häuser gehörten größtenteils Webern, die in Heimarbeit für Verleger arbeiteten. Ein riesiges Zimmer war Mittelpunkt des Hauses und dienste als Wohn- und Arbeitsraum. Die Lutherkirche Der Rundgang geht weiter nach rechts über den Markt. Die erste Schule von Callnberg befand sich im Haus Neumarkt 12. Das Eckhaus Neumarkt / August-Bebel-Straße diente von 1836 bis 1911 als Rathaus vom Callnberg.  Wieder auf der Poststraße, erreicht man nach wenigen Schritten abermals die Lutherkirche. Diese wurde ab 1770 erbaut. Die Kirchgemeinde zog aber erst 1790 ein. 1797 war die Kirche in ihrer heutigen Form fertiggestellt. Es lohnt sich, einen Blick ins Innere der Kirche zu werfen. Das relativ kleine und schmucklose helle Kirchenschiff ist mit zwei Emporen versehen und die Kanzel befindet sich nicht, wie üblich rechts oder links neben dem Altar, sondern direkt darüber. Von der Kirche aus erblickt man auf der gegenüberliegenden Straßenseite das an der Gottesackerstraße stehende Rathaus. Das turmgekrönte Gebäude trägt an der Giebelseite das Wappen der Schönburg - Waldenburger, das auch zugleich das Wappen der ehemalig selbständigen Stadt Callnberg war. Seit der Städtevereinigung von Lichtenstein und Callnberg am 01.01.1920 ist das ehemalige Callnberger Rathaus das Rathaus der Stadt Lichtenstein. Hinter dem Rathaus befindet sich der seit 1725 bestehende Friedhof. Über die Poststraße und die Kreuzleithe gelangt man wieder zum Ausgangspunkt dieses Rundganges.
 
Rundgang zum Stadtpark und zum Krankenhaus: Wieder nach oben!
"ALROWA" - Neues RathausAusgangspunkt für diesen Rundgang ist wieder die "Große Brücke". Es geht nur wenige Schritte die Ernst-Thälmann-Straße bergan und rechts in die Badergasse. Diese entlang, erreicht man die ehemalige "ALROWA", die in den Jahren von 1920 bis 1922 durch einen grundlegenden Umbau der ehemaligen Kühn´schen Brauerei zu einem modernen Textilbetrieb wurde. In Teilen dieses ehemaligen Fabrikgebäudes wurde nach der umfangreichen Sanierung das Rathaus untergebracht.  Den Mühlgraben entlang erreicht man den Waldrand. Ein gut begehbarer Weg führt, den Rödlitzbach folgend, zum Stadtpark. Am Fuße des Croatenberges erstreckt sich eine großflächige, wohlgestaltete Grünanlage. Zuerst fällt die Wasserfläche des ehemaligen Lichtensteiner Stadtbades und das "Wasserhäuschen" (Brunnenhaus) auf. Das alte Stadtbad lud schon gegen Ende des vergangenen Jahrhunderts Badelustige zum Freibad ein. Heute ist es als Wasserfläche in die Gestaltung des Parks eingebunden. Der Mittelpunkt der Anlage ist der Teich mit seiner nach dem Fabrikanten Zill benannten Insel (Zill-Insel). Auf den weiteren Wegen durch den Stadtpark sollte man den Verlauf des Rödlitzbaches Beachtung schenken. Das Bachbett wurde im Zuge der Neugestaltung des Parks im Rahmen der 1. Sächsischen Landesgartenschau renaturalisiert. Es zeigt einen natürlich entstandenen Bachlauf, dessen Ränder durch Naturmaterialien gesichert wurden. Für längere Ausflüge können der Waldweg Richtung Rödlitz und die Wege des Croatenberges genutzt werden. Der Fürst-Otto-Viktor-Pavillon Der Name "Croatenberg" erklärt sich aus der Anwesenheit Croatischer Söldner während des 30-jährigen Krieges. Diese dienten im Holkschen Heer und hatten 1632 an diesem Berg gelagert. Das Gelände des Croatenberges stellte der Fürst Otto Viktor II. von Schönburg-Waldenburg Ende des 19. Jahrhunderts zur Verfügung, um den entstehenden Stadtpark mit seinen Ausflugsmöglichkeiten durch das Wandern auf den Waldwegen zu ergänzen. 1909 wurde auf der Aussichtshöhe des Croatenberges der Fürst-Otto-Viktor-Pavillon errichtet. Der Rundgang durch den Stadtpark endet beim Haupteingang, leicht zu erkennen am markanten Gebäude des "Parkschlösschens", einer traditionsreichen Ausflugsgaststätte, erbaut 1906. Nach Verlassen des Stadtparks erreicht man nach wenigen Schritten in Richtung Stadtzentrum die Straßenkreuzung an der Hartensteiner Straße. Das Pförtnerhäuschen mit dem roten Kreuz und der Aufschrift "Kreiskrankenhaus" weist den Weg zum Krankenhaus.

erste Gebäude des heutigen Krankenhauses - heutige Poliklinik1888 wurde das erste Gebäude des heutigen Krankenhauses errichtet, die Bezirksanstalt. Sie sollte altersschwache Leute und Arbeitsscheue aufnehmen. Seit 1946 ist darin die Poliklinik untergebracht. 1910 wurden zwei neue Siechenhäuser erbaut; eins für Männer und eins für Frauen. Ein Siechenhaus wurde nach dem Grubenunglück auf dem "Friedensschacht" in Oelsnitz i. E. 1921 zum Krankenhaus ausgebaut. Diese Schlagwetterexplosion forderte 58 Tote und viele Verletzte, für deren medizinische Versorgung die beiden kleinen Krankenhäuser im Revier nicht ausreichten. Deshalb griff man auf das Siechenhaus zurück. Zunächst stand es den Mitgliedern der Knappschaft zur Verfügung. Diese mietete auch das zweite Haus noch an. 1926 wurde das Krankenhaus von der Amtshauptmannschaft Glauchau übernommen.

JulienhospitalNeben dem Gebäude des Krankenhauses, an der Niclaser Straße, befindet sich das "Julienhospital", das von 1843 bis 1922 als Krankenhaus diente. Die Niclaser Straße kann als Ausgangspunkt für eine kurze Wanderung zum Aussichtsturm auf der Alberthöhe genutzt werden. Von dort hat man einen herrlichen Rundblick in die Umgebung und kann Lichtenstein, die "Stadt im Grünen", im wahrsten Sinne dieses Wortes erleben.

Sägemühle SüßWer den Weg zurück in das Stadtzentrum wählt, setzt den Rundgang entlang der Hartensteiner Straße stadteinwärts fort, vorbei an der Sägemühle Süß; ehemalige "Obermühle". Seit 1630 ist hier schon ein Schneidmüller nachweisbar. Man erreicht dann die Schafbrücke und den Waldrand. Über den Mühlgraben wird zum Ausgangspunkt zurückgekehrt.
 
Rundgang durch die jüngere Vergangenheit der Stadt: Wieder nach oben!
Villa BauchAusgangspunkt ist wieder die "Große Brücke". Der Weg führt stadtauswärts die Innere Zwickauer Straße entlang. An der Abzweigung "Kreuzleithe" lohnt sich ein Blick auf die rechte Straßenseite der Inneren Zwickauer Straße; dort steht im Vorgarten der ehemaligen Villa Bauch eine ca. 350 Jahre alte Buche.

PostamtWeiter bergan auf der Inneren Zwickauer Straße erreicht man den roten Klinkerbau des Postamtes. Das neue Postgebäude wurde 1859 errichtet. Die Postgeschichte von Lichtenstein ist belegt bis ins Jahr 1615. Damit ist die Post in Lichtenstein die älteste im Regierungsbezirk Chemnitz und die drittälteste in Sachsen. Bis 1858 war die Post in der "Mohrenapotheke" untergebracht. Danach wurde sie in den Saalanbau des "Goldnen Helm" ("Haus der Einheit") verlegt.

Vom Postamt aus ist die Bahnbrücke über die Straße nicht zu übersehen. Sie ist der Fingerzeig für den Bahnhof, der rechts nur wenige Meter entfernt ist. Dort befindet sich auch die zentrale Haltestelle für Linienbusse.

BahnhofDurch Lichtenstein führt die Eisenbahnlinie St. Egidien - Stollberg. Sie wurde in den Jahren 1878/79 erbaut. Als Mitte des vorigen Jahrhunderts das Oelsnitz-Lugauer-Kohlenrevier erschlossen wurde, war der Transport der technischen Einrichtungen für die Schächte und der Abtransport der Kohle über die schlechten Straßen schwierig. Die Eisenbahn hat dieses Problem gelöst. Ein großer Teil der Lichtensteiner Arbeiter war in den Gruben beschäftigt. Wem wundert es da, dass der alte Bergmannsgruß "Glück auf" heute noch geläufig ist.

Nach der Bahnbrücke weiter stadtauswärts, befindet man sich auf der Äußeren Zwickauer Straße. Diese wird bis zum Abzweig der Michelner Straße begangen. Links liegt der sogenannte "Bergerpark". Diese Parkanlage gehörte einst dem Callnberger Textilwarenfabrikanten Berger und besteht aus einer Kette von Teichen und Mischwaldgelände.

Berufliches Schulzentrum für WirtschaftDer Weg wird fortgesetzt in die Michelner Straße und der Hauptstraße folgend rechts in die Webendörferstraße. Letztere Straße ist nach dem Textilwarenfabrikant Webendörfer benannt, der sich durch zahlreiche Stiftungen, vor allem für die Schulen, verdient gemacht hat. Auf dem Weg durch diese Straße erreicht man das ehemalige Gebäude des Beruflichen Schulzentrum für Wirtschaft an der rechten Straßenseite (bis 2004). In Lichtenstein gibt es seit mehr als 100 Jahren Fachschulen verschiedener Berufszweige, darunter die, der traditionsreichen Textilindustrie verbundene, Web- und Wirkschule.

Wohnhäuser des Lichtensteiner NeubaugebietesDas Berufsschulgebäude wurde 1911 erbaut. In ihm waren die Gewerbliche Fortbildungsschule, die Handelsschule, die Web- und Wirkschule sowie die Koch- und Haushaltsschule untergebracht. An der Berufsschule vorbei, mündet die Webendörferstraße. Deren Verlauf wird nach links weiter verfolgt. Vorbei am Fachwerkhaus der ehemaligen Zimmerei Frenzel, in dessen Vorgarten die Figur eines Zimmermanns auf der Walz aus Rochlitzer Porphyrtuff steht, erreicht man die Kreuzung vor der Eisenbahnbrücke über die Rümpfstraße. Hier werden ein weiteres Mal Wohnhäuser des Lichtensteiner Neubaugebietes sichtbar. Die Grundsteinlegung für dieses umfangreiche Neubaugebiet war 1956. Es legt beredtes Zeugnis der Wohnungsbaupolitik in DDR-Zeiten ab. Es sind große Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten zur Verbesserung der Wohnkultur im Gange.

DiesterwegschuleDurch die Bahnbrücke geht der Weg weiter auf der Rümpfstraße. Auf dem Weg dahin, steht rechter Hand, etwas versteckt durch mächtige Bäume, das "Berufliche Schulzentrum für Wirtschaft und Sozialwesen". Am 24. März 1898 wurde der Grundstein für diese Schule gelegt. Bereits im Oktober 1899 wurde sie unter der Bezeichnung "Bürgerschule" ihrer Bestimmung übergeben. Später erhielt sie den Namen "Diesterwegschule". Seit 2004 ist das Berufliche Schulzentrum für Wirtschaft und Sozialwesen darin untergebracht.

Stadtbibliothek LichtensteinNach wenigen Metern bergab steht man vor dem Backsteinbau des ehemaligen Amtsgerichtes. 1889 zog das Königliche Amtsgericht vom Palais am Schloss in die neuerrichtete Gerichtsgebäude an der Glauchauer Straße. Im Palais befand sich das Schönburgische Justizamt und später Königliche Amtsgericht seit 1848. Nach der Kreisreform 1952 war das Amtsgericht des neugebildeten Kreises Hohenstein-Ernstthal in Hohenstein auch für Lichtensteiner Belange zuständig. Das Gebäude wurde deshalb mehrfach anderweitig genutzt: zunächst als Rathaus, dann als Kindergrippe und bis Juli 2007 als Stadtbibliothek.

Nach rechts einbiegend, erreicht man über die Glauchauer Straße wieder den Ausgangspunkt, die "Große Brücke".
 
Rundgang durch den "St. Laurentius"-Friedhof: Wieder nach oben!
FriedhofseingangAusgangspunkt ist der Altmarkt. Über die Hugo-Colditz-Straße, deren Name an den hervorragenden Stadtchronisten und Heimatforscher (1857-1933) erinnert, erreicht man, vorbei an der St.-Laurentius-Kirche, die Kirchgasse entlang und dann rechts in die Gottesackergasse, den Friedhofseingang.

Bis 1552 befand sich der Friedhof an der St.-Laurentius-Kirche. In dem genannten Jahr wurde mit der Anlage des neuen Friedhofes begonnen und 1607 erfolgte die Auslegung des mittleren Teiles. Sein heutiges Aussehen erhielt er im Wesentlichen 1906.

Der Friedhof ist einer der Schönsten in der Umgebung und besitzt Parkcharakter. Von hier aus hat man ebenfalls einen guten Ausblick auf Lichtenstein.

BöttchergruftDurch das untere Tor erreicht man rechts die 1836 erbaute Leichenhalle. Dieser gegenüber befindet sich der sogenannte Pestfriedhof, angelegt in den schlimmen Pestzeiten im 16. Jahrhundert. Die gefürchtete Seuche trat in Lichtenstein mehrere Male auf und wütete besonders fürchterlich während des 30-jährigen Krieges. Auf der linken Seite sieht man die Böttchergruft. 1833 erbaut und 1994 restauriert, gehört dieses historische Grabmal zu den fünf wertvollsten Grabstätten Sachsens.

FriedhofskapelleWeiter bergan gelangt man zur Friedhofskapelle. Dieser im gotischen Stil gehaltene Backsteinbau entstand 1895. Die gegenüberstehende Christusfigur wurde 1902 aufgestellt. Über den gepflasterten Weg, am oberen Tor vorbei, erreicht man den Soldatenfriedhof aus dem 2. Weltkrieg. Hier ruhen die in hiesigen Lazaretten Verstorbenen. Den Abschluss des Friedhofes bildet das große Ehrenmal für die im 1. Weltkrieg gefallenen Lichtensteiner. Der Friedhof wird auf dem gleichen Weg wieder zurück verlassen. An der Kirche vorbei erreicht man den Altmarkt.
 
Rundgang durch das "Grünthal" zum Palais: Wieder nach oben!
1895 in Lichtenstein gegründete "Kleinkinder- Bewahranstalt" (Kindergarten)Ausgangspunkt ist die "Große Brücke". Von hier geht man in die Glauchauer Straße. Der Verlauf dieser Straße wird nun länger verfolgt werden. Nach dem Passieren der Weststraße erreicht man den Abzweig "Neugasse". Rechts sieht man das Gebäude des Kindergartens, der 1895 von der Erbprinzessin Lucie von Schönburg-Waldenburg gestiftet wurde.

Die bald erreichte Ampelkreuzung wurde erst 1994/95 erbaut. An der rechten Seite steht das Backsteingebäude des ehemaligen Amtsgerichtes, errichtet 1889.

Diskothek "UNI"Der Weg wird entlang der Glauchauer Straße fortgesetzt. Auf der linken Straßenseite erblickt man nach ca. 200 Metern die einstmals größte Gaststätte Lichtensteins, den "Union-Hof". Der "Uni" wie er im Volksmund heißt, hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich: 1902 als "Konzert-, Theater- und Ballhaus" erbaut, erhielt das Haus den Namen "Krystallpalast". Das Haus diente Parteien und Gewerkschaften als Versammlungsstätte. In den 30er Jahren wurde es von der "Union"-Brauerei Zwickau übernommen und in "Union-Hof" umbenannt.

In DDR-Zeiten erhielt es die Bezeichnung Klubhaus "7. Oktober". Am 24.12.1976 ereignete sich in dem Haus links neben dem Klubhaus (wurde abgerissen) eine Gasexplosion. Vier Menschen fanden den Tod. Dabei wurde auch das Klubhaus stark beschädigt. Es wurde in den folgenden Jahren weiter um- und ausgebaut und als Klubhaus genutzt. Heute befindet sich eine Diskothek darin.

GrünthalAuf dem weiteren Weg gelangt man zu einer Häusergruppe, in deren Zentrum sich die Gärtnerei Taubner befindet. Dieser schräg gegenüber, auf der rechten Straßenseite, befand sich das Gasthaus "Grünthal", nach dem dieser Stadtteil benannt wurde. Neben dem Gebäude des ehemaligen Gasthauses ist der Eingang zu den Ausstellungshallen in der ehemaligen Färberei Stegmann. Hier befand sich ein Schwerpunkt der 1. Sächsischen Landesgartenschau.

Die Glauchauer Straße führt weiter nach St. Egidien, vorbei am Gewerbegebiet "Am Auersberg". Der Rundgang geht weiter zu den Ausstellungshallen der Landesgartenschau. An diesen vorbei, wird der Rödlitzbach über eine kleine Brücke überquert. Von hier bietet sich schon ein erster Blick in die weitläufige Rödlitzbachaue. Der neu angelegte Weg führt nun nach dem Passieren der Straße "Am Schäller" in den geschützten Landschaftsbestandteil "Käpplerschlucht". Vorbei an Kleingartenanlagen und der "Käppler-Eiche", deren Alter auf 500 Jahre geschätzt wird, gelangt man zum Palais am Schloss. Der Weg verläuft durch Gelände, das im Rahmen der Landesgartenschau neu gestaltet wurde. Vom Palais aus gelangt man über die 178 Schlossstufen, durch das Marktgässchen auf die Ernst-Thälmann-Straße. Diese führt rechts bergab wieder zum Ausgangspunkt des Rundganges, der "Großen Brücke".
 
Das Gewerbegebiet "Am Auersberg": Wieder nach oben!
Unter dem Slogan "Auf geht's" entstand im Norden der Stadt, am höchsten Punkt der Straße von Lichtenstein nach St. Egidien ein ca. 65 ha großes Gewerbegebiet. Dieses gehört zu den modernen Sehenswürdigkeiten der Stadt und zeugt vom beginnenden wirtschaftlichen Aufschwung nach dem Zusammenbruch der traditionsreichen Textilindustrie als Folge der "Wende" 1989.

Das Gewerbegebiet "Am Auersberg"Neben Einkaufsmöglichkeiten und industriell und gewerblich genutzten Flächen wurde hier auch an die Natur gedacht. Die Gestaltung des Gewerbegebietes nahm von vornherein einen wichtigen Platz bei der Planung der Gelände im Rahmen der Landesgartenschau ein.

So finden sich hier parkähnliche Anlagen genauso wie Dach- und Fassadenbegrünungen und Regenwasserrückhaltebecken. Besonderen Wert wurde auf eine Baumbepflanzung entlang der Straßen gelegt. Jede Straße wurde mit anderen Baumarten bepflanzt und nach der Anpflanzung benannt. Vom Gewerbegebiet aus bieten sich gute Sichtmöglichkeiten nach Hohenstein-Ernstthal und in das Lungwitztal.

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